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EFIS-Day of Immunology 29.April 2005
Europaweit ruft die europäische
Föderation der Immunologischen Gesellschaften mit mehr als
17.000 Mitgliedern und 28 Mitgliedsgesellschaften zum Tag der
Immunologie am 29. April 2005 auf:
Immunologen kämpfen für
die Gesundheit (www.dayofimmunology.org)
Die klinische Immunologie
ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin.
Am Beispiel der angeborenen Störungen
der körpereigenen Abwehr (primäre Immundefekte) läßt
sich ihre Entwicklung gut dokumentieren. Seit der ersten Behandlung
einer Agammglobulinämie Anfang der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts
ist die Zahl der diagnostizierbaren unterschiedlichen angeborenen
Immundefekte auf weit über 100 angestiegen. Die Fortschritte
in der Behandlung schwerer Immundefekte haben bis zu einer über
90%igen Erfolgsrate der Knochenmarktransplantation (Stammzelltherapie)
geführt. Fortschritte
in der Diagnostik ermöglichen es, auch selektive oder partielle
Immundefekte, die ohne Behandlung zu einer Organschädigung führen
können,
zu erkennen und zu behandeln. Die aus der Erforschung der primären
Immundefekte resultierenden Erkenntnisse haben auch wesentlich zu
unserem Verständnis der körpereigenen Abwehr beigetragen.
Anläßlich
des Tages der Immunologie möchte die Immunologische Tagesklinik
in Wien am 29.April 2005 zu einen Tag
der Offenen Tür für
Interessierte Laien mit einer Überblickspräsentation über
die Fortschritte auf dem Gebiet der primären Immundefekte einladen.
Die Teilnahme daran erfordert aus organisatorischen Gründen eine
kurze telefonische Anmeldung
(Immunologische Tagesklinik Wien, Tel 01-403 14 50).
Ansprechpartner für weitere
Informationen: Immunologische Tagesklinik und Biomedizinisches Institut,
Univ.-Prof.Dr. Martha Eibl, Univ.-Doz.Dr. Hermann Wolf
Immunologische
Tagesklinik beherbergt
jüngstes
Center of Excellence
der Jeffrey Modell
Foundation
Internationale
Vernetzung sichert
optimale Betreuung
für Patienten
mit Angeborener
Immunschwäche
19. September
2003; Mit einem
wissenschaftliche
Symposium erfolgt
die Etablierung
eines Centers of
Excellence der
Jeffrey Modell
Foundation in der
Immunologischen
Tagesklinik in
Wien. Auf Grund
ihrer langjährigen
Erfahrung und Expertise
auf dem Gebiet
der angeborenen
Abwehrschwäche,
wird die Immunologische
Tagesklinik unter
der Leitung von
Prof. Martha Eibl ein wichtiger Kooperationspartner
der Jeffrey Modell
Foundation.
Die amerikanische
Stiftung wurde
von Vicki und Fred
Modell in Andenken
an ihren Sohn Jeffrey
gegründet,
der mit 15 Jahren
an der Folge einer
angeborenen Immunschwäche starb. Jeffrey
fehlte die Immunabwehr,
um sich gegen Viren,
Bakterien oder
andere Krankheitserreger
zu schützen.
Bei ihm, wie bei
allen Patienten
mit einem angeborenen
Immundefekt kommt
es deshalb zu häufigen
und schwer verlaufenden
Infektionen, die
auch lebensbedrohend
sein können. „Die
Behandlungsmöglichkeiten
haben sich in den
letzten Jahren
deutlich verbessert“,
weiß Prof.
Martha Eibl. „Bisher
sind viele Immundefekte
jedoch nicht heilbar,
so dass eine ständige
medizinische Überwachung
und Therapie notwendig
ist. Mit einer
entsprechend kontinuierlichen ärztlichen
Betreuung gelingt
es aber, die Lebenserwartung
und die Lebensqualität
wesentlich zu steigern.“ Seit
der ersten Diagnose
eines Immundefektes
1952, sind heute über
100 Störungen
der Immunabwehr
bekannt.
In einer von 1000
Personen sind leichte
Defekte des Immunsystems
eindeutig feststellbar.
Weltweit sind mindestens
10 Millionen Menschen
von einer schweren
angeborenen Immunschwäche
betroffen. Art
und Ausmaß der
Erkrankung kann
dabei aber sehr
variieren. Für
den behandelnden
Arzt ist es daher
nicht leicht, einen
Immundefekt zu
erkennen und zu
diagnostizieren „Trotz
verbesserter Diagnosemöglichkeiten
wird eine wesentlich
höhere Anzahl
Erkrankter vermutet
als bisher bekannt
ist“ , sagt
Vicki Modell, Vorstand
der Stiftung. „Insbesondere,
dass eine angeborene
Immunschwäche
auch erst im Erwachsenenalter
auftreten kann,
ist noch weitgehend
unbekannt“.
Die Jeffrey Modell
Foundation hat
die Zielsetzung,
Diagnose und Behandlung
von Patienten,
die an einem primären
Immundefekt leiden
zu verbessern und
deren Lebenserwartung
und Lebensqualität
an den Durchschnitt
der Bevölkerung
heranzubringen.
Dabei wird die
Stiftung von US
amerikanischen
Regierungsstellen
insbesondere dem
Center of Disease
Control unterstützt.
In renommierten
Behandlungszentren
werden sogenannte
Centers of Excellence
errichtet, um die
internationale
Vernetzung zu verbessern
und Diagnose und
Behandlungsmöglichkeiten
wechselseitig zu
nutzen. Die ersten
Centers of Excellence
der Jeffrey Modell
Foundation entstanden
in den USA in New
York und Boston.
Es folgten entsprechende
europäische
Einrichtungen in
Paris, Stockholm
, München
und jetzt in Wien,
mit Schwerpunkt
Osteuropa.
In Österreich
ist eine rechtzeitige
Diagnose und eine
entsprechende Langzeittherapie,
insbesondere bei
Kindern, dank der
ausgezeichneten
Zusammenarbeit
mit den behandelnden Ärzten
und dem verständnisvollem
Verhalten der österreichischen
Sozialversicherung
möglich. „Während
die Kooperation
mit den Kinderärzten
schon sehr fortgeschritten
ist “, meint
Prof. Eibl, „ möchten
wir in Zukunft
auch verstärkt
mit praktischen Ärzten,
Internisten, Lungenfachärzten
aus Österreich
und Osteuropa zusammenarbeiten.
Die Therapie
von Immundefekten
ist sehr unterschiedlich.
Als Minimum werden
wiederkehrende
Infektionen mit
Antibiotika behandelt.
Sie erhöhen
die Lebenserwartung
und verbessern
die Lebensqualität
der Patienten.
Eine weitere
Behandlungsmöglichkeit
stellt eine Therapie
mit Antikörpern
dar, eine sogenannte
Immunglobulin
Therapie. Dabei
werden Antikörper
zugeführt,
die der Körper
selbst nicht
produzieren kann.
In bestimmten
Fällen,
bei schweren
kombinierten
Immundefekten,
ist eine Knochenmarkstransplantation
notwendig. An
einer Gentherapie
wird seit zwei
Jahrzehnten intensiv
geforscht. Wann
sie in die klinische
Routine eingehen
wird, kann aber
aus heutiger
Sicht noch nicht
beantwortet werden.
Für weitere
Fragen steht Ihnen
gerne Frau Prof.
Martha Eibl, Leiterin
der Immunologischen
Tagesklinik., unter
der Tel.Nr.: 01
408 10 91 zur Verfügung.
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