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Immunologische Tagesklinik


Ärztliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Martha Eibl
A-1090 Wien, Schwarzspanierstraße 15 / Stiege 1 / Tür 9
Tel: 01/403 14 50, Fax: 01/405 10 46, email: office@itk.at
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EFIS-Day of Immunology 29.April 2005

Europaweit ruft die europäische Föderation der Immunologischen Gesellschaften mit mehr als 17.000 Mitgliedern und 28 Mitgliedsgesellschaften zum Tag der Immunologie am 29. April 2005 auf:
Immunologen kämpfen für die Gesundheit (www.dayofimmunology.org)

Die klinische Immunologie ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin. Am Beispiel der angeborenen Störungen der körpereigenen Abwehr (primäre Immundefekte) läßt sich ihre Entwicklung gut dokumentieren. Seit der ersten Behandlung einer Agammglobulinämie Anfang der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts ist die Zahl der diagnostizierbaren unterschiedlichen angeborenen Immundefekte auf weit über 100 angestiegen. Die Fortschritte in der Behandlung schwerer Immundefekte haben bis zu einer über 90%igen Erfolgsrate der Knochenmarktransplantation (Stammzelltherapie) geführt. Fortschritte in der Diagnostik ermöglichen es, auch selektive oder partielle Immundefekte, die ohne Behandlung zu einer Organschädigung führen können, zu erkennen und zu behandeln. Die aus der Erforschung der primären Immundefekte resultierenden Erkenntnisse haben auch wesentlich zu unserem Verständnis der körpereigenen Abwehr beigetragen.

Anläßlich des Tages der Immunologie möchte die Immunologische Tagesklinik in Wien am 29.April 2005 zu einen Tag der Offenen Tür für Interessierte Laien mit einer Überblickspräsentation über die Fortschritte auf dem Gebiet der primären Immundefekte einladen.
Die Teilnahme daran erfordert aus organisatorischen Gründen eine kurze telefonische Anmeldung
(Immunologische Tagesklinik Wien, Tel 01-403 14 50).

Ansprechpartner für weitere Informationen: Immunologische Tagesklinik und Biomedizinisches Institut, Univ.-Prof.Dr. Martha Eibl, Univ.-Doz.Dr. Hermann Wolf




Immunologische Tagesklinik beherbergt jüngstes Center of Excellence der Jeffrey Modell Foundation

Internationale Vernetzung sichert optimale Betreuung für Patienten mit Angeborener Immunschwäche

19. September 2003; Mit einem wissenschaftliche Symposium erfolgt die Etablierung eines Centers of Excellence der Jeffrey Modell Foundation in der Immunologischen Tagesklinik in Wien. Auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der angeborenen Abwehrschwäche, wird die Immunologische Tagesklinik unter der Leitung von Prof. Martha Eibl ein wichtiger Kooperationspartner der Jeffrey Modell Foundation.

Die amerikanische Stiftung wurde von Vicki und Fred Modell in Andenken an ihren Sohn Jeffrey gegründet, der mit 15 Jahren an der Folge einer angeborenen Immunschwäche starb. Jeffrey fehlte die Immunabwehr, um sich gegen Viren, Bakterien oder andere Krankheitserreger zu schützen. Bei ihm, wie bei allen Patienten mit einem angeborenen Immundefekt kommt es deshalb zu häufigen und schwer verlaufenden Infektionen, die auch lebensbedrohend sein können. „Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert“, weiß Prof. Martha Eibl. „Bisher sind viele Immundefekte jedoch nicht heilbar, so dass eine ständige medizinische Überwachung und Therapie notwendig ist. Mit einer entsprechend kontinuierlichen ärztlichen Betreuung gelingt es aber, die Lebenserwartung und die Lebensqualität wesentlich zu steigern.“ Seit der ersten Diagnose eines Immundefektes 1952, sind heute über 100 Störungen der Immunabwehr bekannt.

In einer von 1000 Personen sind leichte Defekte des Immunsystems eindeutig feststellbar. Weltweit sind mindestens 10 Millionen Menschen von einer schweren angeborenen Immunschwäche betroffen. Art und Ausmaß der Erkrankung kann dabei aber sehr variieren. Für den behandelnden Arzt ist es daher nicht leicht, einen Immundefekt zu erkennen und zu diagnostizieren „Trotz verbesserter Diagnosemöglichkeiten wird eine wesentlich höhere Anzahl Erkrankter vermutet als bisher bekannt ist“ , sagt Vicki Modell, Vorstand der Stiftung. „Insbesondere, dass eine angeborene Immunschwäche auch erst im Erwachsenenalter auftreten kann, ist noch weitgehend unbekannt“.

Die Jeffrey Modell Foundation hat die Zielsetzung, Diagnose und Behandlung von Patienten, die an einem primären Immundefekt leiden zu verbessern und deren Lebenserwartung und Lebensqualität an den Durchschnitt der Bevölkerung heranzubringen. Dabei wird die Stiftung von US amerikanischen Regierungsstellen insbesondere dem Center of Disease Control unterstützt. In renommierten Behandlungszentren werden sogenannte Centers of Excellence errichtet, um die internationale Vernetzung zu verbessern und Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten wechselseitig zu nutzen. Die ersten Centers of Excellence der Jeffrey Modell Foundation entstanden in den USA in New York und Boston. Es folgten entsprechende europäische Einrichtungen in Paris, Stockholm , München und jetzt in Wien, mit Schwerpunkt Osteuropa.

In Österreich ist eine rechtzeitige Diagnose und eine entsprechende Langzeittherapie, insbesondere bei Kindern, dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und dem verständnisvollem Verhalten der österreichischen Sozialversicherung möglich. „Während die Kooperation mit den Kinderärzten schon sehr fortgeschritten ist “, meint Prof. Eibl, „ möchten wir in Zukunft auch verstärkt mit praktischen Ärzten, Internisten, Lungenfachärzten aus Österreich und Osteuropa zusammenarbeiten.

Die Therapie von Immundefekten ist sehr unterschiedlich. Als Minimum werden wiederkehrende Infektionen mit Antibiotika behandelt. Sie erhöhen die Lebenserwartung und verbessern die Lebensqualität der Patienten. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit stellt eine Therapie mit Antikörpern dar, eine sogenannte Immunglobulin Therapie. Dabei werden Antikörper zugeführt, die der Körper selbst nicht produzieren kann. In bestimmten Fällen, bei schweren kombinierten Immundefekten, ist eine Knochenmarkstransplantation notwendig. An einer Gentherapie wird seit zwei Jahrzehnten intensiv geforscht. Wann sie in die klinische Routine eingehen wird, kann aber aus heutiger Sicht noch nicht beantwortet werden.

Für weitere Fragen steht Ihnen gerne Frau Prof. Martha Eibl, Leiterin der Immunologischen Tagesklinik., unter der Tel.Nr.: 01 408 10 91 zur Verfügung.

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