COVID-19 Epidemie : wichtige Information für behandelnde ÄrztInnen und alle betroffenen Gesundheitseinrichtungen

COVID-19 Epidemie : wichtige Information für behandelnde ÄrztInnen und alle betroffenen Gesundheitseinrichtungen

COVID-19 Epidemie und PatientInnen mit bekannter oder vermuteter Abwehrschwäche.

Erhöhtes Risiko für schweren Krankheitsverlauf und Komplikationen

Generell gilt, dass PatientInnen mit einer angeborenen oder erworbenen Abwehrschwäche zu den sogenannten „RisikoPatientInnen“ für einen schweren Krankheitsverlauf einer COVID-19 Erkrankung zählen. Je nach der Art und Schwere des zugrunde liegenden Immundefekts können diese PatientInnenkollektive nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 schwerer erkranken oder leichter Komplikationen wie eine bakterielle Superinfektion entwickeln.

Dunkelziffer genetischer und sekundärer Abwehrschwächen zwischen 70% und 90%

Da die Dunkelziffer sowohl genetischer als auch sekundär bedingter Abwehrschwächen nach wie vor hoch ist ruft die Immunologische Tagesklinik anlässlich der COVID-19-Epidemie dazu auf, bei allen Personen bei denen ein Immundefekt vermutet wird umgehend eine entsprechende Abklärung zu starten.Dazu gehören Personen bei denen bereits in der Vergangenheit Hinweise auf eine Abwehrschwäche vorliegen. So kann im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 eine rechtzeitige und richtige Behandlung erfolgen.

Abklärung eines Immundefekts bei PatientInnen in stationärer Behandlung

Außerdem sollten alle PatientInnen mit einer symptomatischen COVID-19-Infektion die eine stationäre Behandlung benötigen, vor allem wenn es sich dabei um einen schweren Verlauf handelt, auf einen Immundefekt untersucht werden.

 PatientInnen mit primärem Immundefekt und nachgewiesener Infektion mit SARS-CoV-2

Personen mit einem bereits bekannten primären Immundefekt benötigen eine besondere medizinische Betreuung im Falle einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2. Dazu gehört vor allem eine zeitnahe Rücksprache mit dem betreuenden Immundefektzentrum. So ist beispielsweise im Falle einer laufenden Immunglobulinersatztherapie diese ausreichend hoch dosiert fortzusetzen und eine prophylaktische Behandlung mit einem Antibiotikum, das vor einer bakteriellen Superinfektion schützen soll, dringend zu erwägen.

Für weitere Fragen und zur Abklärung eines Immundefekts wenden Sie sich bitte direkt an die Immunologische Tagesklinik  unter der Telefonnummer: 01-4031450

Erstellt am 19.03.2020